Rock’n’Rhein 2017 Bad Hönningen

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Bad Hönningen. Was soll ich sagen. Obwohl der Ort eigentlich nicht weit von mir zuhause entfernt ist, war ich bisher noch nie dort, wobei das „Bad“ im Namen schon eine gewisse Erwartungshaltung aufkommen lässt. Auf den ersten Blick bestätigt sich diese dann auch, und selbst beim zweiten Blick erscheint der Ort wie ein Paradies für Menschen fortgeschrittenen Alters: Idyllisch am Rhein gelegen, mit Parkplätzen für Wohnmobile und Bänke für Spaziergänger und Fahrradfahrer. Menschen, die Enten und Schwäne füttern, obwohl es hochoffiziell verboten ist und Cafés mit bequemen Mobiliar und großen Sonnenschirmen. Draußen nur Kännchen. Es ist ruhig. Sehr ruhig.

Seit drei Jahren Rock’n’Rhein

Und hier soll ein Open-Air Rockfestival in Kürze die Erde beben lassen? Kaum zu glauben, aber tatsächlich findet jetzt schon seit drei Jahren direkt auf der Rheinwiese das kleine aber feine Rock’n’Rhein statt. Eine Bühne, ein Getränke- und ein Bratwurststand, ein paar Stehtische und Bierbänke, eine Hüpfburg für die Kleinen – und ab geht die Post. „Umsonst und draußen“ lautet das Motto der Veranstalter, deren Ziel es ist, mit diesem kleinen Festival regionalen Bands eine Auftrittsmöglichkeit zu verschaffen. Ein lobenswertes und förderungswürdiges Projekt, das mit vielen anderen ähnlichen Initiativen aktiv die lokale Musikszene unterstützt.

Die ganze Veranstaltung läuft eher familiär ab und war daher schon ein ziemlicher Kontrast zum Green-Juice-Festival am Wochenende zuvor. Man kennt sich untereinander, und die Stimmung ist ein wenig wie bei Freunden, die sich spontan treffen und ein wenig Musik machen.

Kann mal jemand das Licht anmachen?

Ich fand’s auf jeden Fall spannend – auch fotografisch gesehen. Eine kleine Bühne hat nicht nur Vorteile, und als das Tageslicht schwand, wurde es auf der Bühne schnell so dunkel wie im sprichwörtlichen hinteren Teil eines Bären. Dazu der zeitweise exzessive Einsatz der Nebelmaschine, und schon wurde es für Kamera und Fotograf ziemlich eng. Für fotografisch-technisch Interessierte nur soviel: ISO 6400 musste es schon mal sein, und der Autofokus verweigerte auch oft genug die Zusammenarbeit.

Trotzdem sind eine Menge Fotos zustande gekommen, und ich halte es auch diesmal wie gewohnt: Hier gibt es eine kleine Auswahl zu sehen und die gesamte Serie auf Flickr.

Wen es interessiert, hier das Line-Up des Abends:

 

Handle With Care

Calandria

Calandria

Millennia

Millennia

Millennia

Millennia

Tigersnakes Of Death

Tigersnakes Of Death

Tigersnakes Of Death

Tigersnakes of Death

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