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Ein familiärer Marathon

Am letzten Sonntag war ich beim diesjährigen RWE Hunsrück-Marathon und habe dort ein paar Fotos geschossen. Ich war an verschiedenen Stellen der Strecke in der Nähe von Kilometer 30, unter anderem an der Verpflegungsstation Alter Bahnhof Bell.

Obwohl der Lauf weder von den Teilnehmer- noch den Zuschauerzahlen an die großen Laufveranstaltungen wie in Köln oder Berlin herankommt, boten sich trotzdem sehr interessante Szenen. Der Vorteil bei solch kleinen Wettkämpfen ist einfach, dass man als Fotograf überall ganz nah an die Strecke herankommt und sich in aller Ruhe einen passenden Platz zu Fotografieren suchen kann. Außerdem ist das Läuferfeld nicht so dicht und es ist einfacher, sich einzelne interessante Läufer herauszupicken. Zwar muss man dann auf wirklich prominente Läufer verzichten, was ich persönlich aber gar nicht schlimm fand. Mir ging es eher darum, die Atmosphäre und den Kampf der Läufer gegen sich selbst einzufangen.

Vor allem wenn man sich neu mit dem Metier der Sportfotografie beschäftigt, sind solche kleinen Veranstaltungen optimal, um stressfrei das eine oder andere auszuprobieren.

Wenn die Streckenführung bereits im Vorfeld bekannt ist, wovon man gerade bei Marathons eigentlich ausgehen kann, sollte man sie sich in aller Ruhe schon einmal beispielsweise bei GoogleMaps anschauen. Dadurch bekommt man eine Idee vom Streckenverlauf und kann sich schon einmal ein paar mögliche Fotostellen heraussuchen. Wichtig sind hierbei unter anderem folgende Punkte:

  • Wie verläuft die Strecke – lange Geraden oder viele Kurven
  • Wie sind voraussichtlich die Lichtverhältnisse – freies Gelände oder viel Schatten durch Bäume oder Häuser (gerade in der dunklen Jahreszeit ein nicht zu vernachlässigender Faktor, auch der Wetterbericht ist hier nicht ganz unwichtig)
  • Wie ist die Strecke zu erreichen, wie sieht’s mit Parkmöglichkeiten aus – kurze Wege zum Auto reduzieren zum einen die Schlepperei, zum anderen hat man dadurch vielleicht die Chance, mehrere Fotopunkte relativ zügig zu erreichen

Wenn man dann noch alle relevanten Informationen, die der Veranstalter auf seiner Website veröffentlicht, mit einbezieht (dazu gehören beispielsweise auch das Höhenprofil der Strecke und die Positionen der Verpflegungsstellen), kann man sich schon vor der Veranstaltung einen Schlachtplan zurechtlegen. Denn auch hier gilt: Eine gute Vorbereitung ist die halbe Miete.

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  1. Pingback: Das Gesicht und der Ball - Stefan Wiede

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