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Rund in Rheinbach – Mitzieher nicht leicht gemacht

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Zum mittlerweile 32. Mal fand in Rheinbach am vergangenen Sonntag die Radrennveranstaltung „Rund in (um) Rheinbach“ statt. In verschiedenen Klassen wurden den ganzen Tag über insgesamt sechs Rennen auf einem 1,5 Kilometer langen Rundkurs ausgetragen.

Wie es sich für die Fahrer anfühlt, fast 50 Runden auf einem relativ unspektakulären Stadtkurs zu fahren, kann ich nicht sagen; für die Zuschauer hat dies aber dem unbestreitbaren Vorteil, dass sie das Renngeschehen vom Start bis ins Ziel detailliert verfolgen können.

Der Vorteil der 2.,3. oder auch 43. Chance

Auch als Fotograf kann man natürlich davon profitieren, denn schließlich kommt jeder Fahrer mehrere dutzend Male an einem vorbei und man hat entspechend bessere Chancen, eine interessante Szene zu erwischen und fotografisch festzuhalten. Natürlich gibt es während eines Rennens mal spannendere Phasen und manchmal passiert auch über viele Runden gar nichts, aber für den Fotografen bietet der stete Strom an Fahrern, die an ihm vorbei ziehen, die Möglichkeit, verschiedene Techniken auszuprobieren und zu trainieren. Bei vielen anderen Rennen hat man diese Möglichkeit nicht, wenn man jeden Fahrer nur ein Mal auf der Strecke zu Gesicht bekommt und quasi der erste Schuss sitzen muss.

Wettkampf für die Fahrer – Training für den Fotografen

So war auch der gestrige Renntag in Rheinbach für mich ein Trainingstag, an dem ich mir vor allem das Üben von Mitziehern als persönliches Trainingsprogramm vorgenommen hatte. Dabei musste ich wieder einmal feststellen, dass sich diese Aufgabe bei den hohen Geschwindigkeiten und dem geringen Abstand zu den Fahrern (meistens nur wenige Meter, direkt vom Straßenrand aus) durchaus als anspruchsvoll darstellt und die Trefferquote oft recht unbefriedigend ausfällt. (Randbemerkung: Die Erfolgsquote hängt unter anderem auch vom verwendeten Objektiv ab. Manche sind beim Fokussieren einfach zu langsam und produzieren dadurch jede Menge Ausschuss.)

Ich habe mit verschiedenen Verschlusszeiten experimentiert und bin recht schnell bei 1/60 sec. gelandet – für mich ein guter Kompromiss zwischen der schnellen Bewegung der Fahrer und einem interessanten Verwischen des Hintergrundes. Spannend finde ich hierbei bei den Fahrern  und ihren Rädern den Kontrast zwischen scharf abgebildeten Bereichen (oftmals Kopf, Oberkörper sowie Rahmen des Rennrads) und dem verwischten Effekt bei den „beweglichen Teilen“.

Sicherlich hätte ich die Belichtungszeit noch verlängern können, um auch den Fahrer noch stärker verwischen zu lassen und die Dynamik des Fotos noch weiter zu steigern. Das war dieses Mal allerdings nicht mein Ziel; ich wollte auf jeden Fall das Hauptmotiv des Bildes möglichst scharf abbilden um einen möglichst großen Schärfekontrast zu seiner Umgebung aufzubauen. Wobei der andere Weg sicherlich auch spannend und reizvoll ist – eine lohnenswerte Trainingseinheit für’s nächste Mal.

Ich zeige Euch hier einmal ein paar der gestern entstandenen Fotos. – Ein paar Mitzieher, aber nicht nur, damit es nicht zu langweilig wird…

Weitere Mitzieher willkommen

Fall Ihr auch schon das eine oder andere gelungene Mitzieher-Foto geschossen habt, könnt Ihr gerne den Link dorthin in den Kommentaren posten. Vielleicht auch mit ein paar Erläuterungen dazu, wie Verschlusszeit, Geschwindigkeit des Motivs und sowas. Ich würde mich freuen.

 

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Kommentare 5

    1. Post
      Author

      Hallo Jürgen,
      danke für den Link. Gerade in den Kommentaren finden sich teilweise sehr schöne Beispiele für gelungene Mitzieher. Interessant finde ich auch die Effekte, die sich stellenweise an den Motivrändern ergeben, vor allem bei größeren Objekten. Da bieten sich viele Möglichkeiten zum Experimentieren…
      Gruß
      Stefan

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