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Gegenlicht extrem

Extremes Gegenlicht

Das letzte Wochenende war schon ein echter Knaller – so wettermäßig gesehen. Ich kann mich jedenfalls nicht erinnern, dass ich schon jemals zuvor an einem 2. November im T-Shirt draußen herumgelaufen bin und ich abends erst einmal im Spiegel mein Gesicht auf einen eventuellen Sonnenbrand untersucht habe. Egal, besser geht’s eigentlich nicht.

Zudem hatte ich das Glück, an diesem Tag den 6. Erftstadtlauf fotografieren zu dürfen. Alles töffte eigentlich, bis auf die Tatsache, dass die Veranstalter den Start und den Zieleinlauf direkt gegen die Sonne platziert hatten. Gut für die Läufer – denkbar schlecht für den Fotografen. Die Sonne wanderte von schräg links weiter, bis sie schließlich pünktlich zum Start des Hauptlaufs direkt im für diese Jahreszeit typischen flachen Winkel brutal von vorne ins Objektiv knallte. Super. Aber nicht jammern, sondern das Beste daraus machen. Einzige Möglichkeit in diesem Fall: Die Belichtung auf die Läufer ausrichten – schließlich will man ja mehr als nur Silhouetten erkennen – und damit in Kauf nehmen, dass der Hintergrund gnadenlos ausbrennt. (Das mit dem Hintergrund war hier für die Bildästhetik sogar förderlich, denn das Ganze fand in einem recht tristen und gesichtslosen Gewerbegebiet statt.)

Als besondere Zugabe für den Fotografen bestand die Führungsgruppe des Hauptlaufs ausschließlich aus dunkelhäutigen Läufern, aber das war dann irgendwie auch schon fast egal. Auf jeden Fall wirken die Bilder durch die extreme Lichtsituation wie im Hochsommer bei flirrender Hitze aufgenommen – im Death Valley oder so -, und es ergaben sich recht interessante Effekte.

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Gegenlicht-3Eine weitere spannende Sache trat dabei noch auf, die ich allerdings zu spät bemerkte und daher nicht mehr so richtig in meinem Sinne nutzen konnte: Der Start/Zielbereich wurde durch ein aufblasbares, weißes Kunststofftor markiert, unter dem die Sportler hindurch laufen mussten. Unter einem ganz bestimmten Winkel wirkte diese weiße Fläche wie ein Reflektor, der ein sehr kräftiges Aufhelllicht auf die Läufer warf. Dies lässt sich ansatzweise hier im letzten Bild erkennen. Aufgrund der gewölbten Form dieses „Reflektors“ war der dadurch aufgehellte Bereich aber sehr eng begrenzt und nicht bewusst nutzbar. Trotzdem ein netter Effekt, mit dem ich so nicht gerechnet hatte.

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  1. Pingback: 7. Erftstadt-Lauf - Sportfotografie Stefan Wiede

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