Oonagh im Theater Tanzbrunnen Köln

Oonagh im Tanzbrunnen Köln

Am gestrigen Sonntagabend war die Sängerin Oonagh zu Gast im Kölner Theater Tanzbrunnen. Mit dem Songmaterial ihrer 2017 erschienenen Platte „Märchen enden gut“ tourt sie aktuell durch ganz Deutschland und erntet begeisterte Reaktionen bei ihren zahrleichen Fans.

Die Presseankündigung klang sehr vielversprechend – nicht nur, was die Musik angeht, sondern auch visuell sollte dem Publikum einiges geboten werden. Man sprach von „besonderen Lichtstimmungen“ und „beeindruckenden Installationen“, so dass ich mich schon freute, als die Zusage vom Veranstalter bei mir eintraf.

Nur dabei statt mittendrin

Die Bedingungen für Fotografen klangen nach Standard: Drei Songs, kein Blitz – kein Problem. Ein Bühnengraben sei nicht vorhanden, dafür könne vom Mittelgang aus fotografiert werden, solange die Zuschauer nicht gestört würden. Auch ok, kommt bei bestuhlten Konzerten ja öfter vor. Dazu noch der dezente Hinweis, man solle aber trotzdem ein ordentliches Tele mitbringen. Das hätte mich vielleicht schon stutzig machen sollen, aber trotzdem an dieser Stelle vielen Dank an den Veranstalter für den Tipp. Das meine ich durchaus ernst, denn dieser Hinweis war Gold wert, wie sich herausstellen sollte.

Vor Ort stellte wurde nämlichschnell klar, dass lediglich vom Mischpult am hinteren Ende der Halle aus fotografiert werden durfte. Von dort aus gab es zwar freie Sicht auf die Bühne, aber die Entfernung war schon ganz ordentlich und ein Standortwechsel kaum möglich. Von solch einer Position aus entstehen eher dokumentarische Fotos; interessante Perspektiven und spannende Detailaufnahmen vom Geschehen auf der Bühne sind dann natürlich nicht drin.

Dazu kam, dass das Ende der Fotografierzeit ziemlich plötzlich eingeläutet wurde. Ich bin zwar schon ein wenig älter und bekomme möglicherweise nicht mehr alles so ganz mit, aber auch die zwei anderen Fotografen waren ziemlich erstaunt, dass schon drei Songs vorbei sein sollten. Nach meiner Zählung waren es zwei. Es sei denn, dass das, was ich als Intro wahrgenommen habe und was sich im fast komplett Dunklen abgespielt hat, als Song mitgezählt wurde.

Naja, so ist es nunmal: Die Band beziehungsweise das Management bestimmt die Regeln und da gibt es auch nichts zu diskutieren. Schade war nur, dass auch die anderen zwei Songs zwar stimmungsvoll aber sehr spärlich beleuchtet waren, so dass ein Großteil der Bühne, und damit auch die Band, im Dunklen verschwanden. Die angekündigte Bühnenshow fand dann wohl erst später im Verlauf des Konzerts statt. Zudem passierte während der ersten Songs recht wenig auf der Bühne, daher hatte ich am Ende weniger Bilder auf meiner Speicherkarte, als ich mir erhofft hatte.

Die spärliche Bildausbeute ist zwar schade, aber für mich jetzt nicht schlimm. Ich stelle mir nur die arme Socke von Fotograf vor, die mit dem üblichen Auftrag zu diesem Konzert geschickt worden wäre: „Bring‘ mir so 10 bis 15 Fotos, am besten jeden Musiker ein Mal im Portrait, ein paar von der Sängerin in unterschiedlichen Posen und ein paar nette Übersichtsaufnahmen.“ Keine Chance, würde ich sagen. War auch keiner von denen da, sie werden schon gewusst haben, warum…

Für die Zuschauer war es bestimmt ein tolles Konzert, und letztendlich soll es natürlich auch in erster Linie dem zahlenden Publikum gefallen und nicht den Fotografen. Sicherlich nehmen wir Fotografen uns manchmal auch zu wichtig und erwarten zu viel. Aber andererseits ist es auch ein Geben und Nehmen, und dann und wann wird uns das Leben vielleicht auch unnötigerweise ein wenig schwer gemacht.

Hier nun also meine Bilderstrecke zum gestrigen Oonagh-Konzert im Kölner Theater Tanzbrunnen:

 

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